Schreibwunsch


Methodenhintergrund und Begriffserläuterungen

Bibliotherapie:

In der Bibliotherapie wird mittels bereits verfasster Texte bekannter Autoren gearbeitet. Im gemeinsamen Lesen kann Erfahrung geteilt werden, wir profitieren vom „Wissen“ des Autors und seinen Figuren. Wir machen die Erfahrung, wie andere mit den Themen umgegangen sind, die auch uns beschäftigen. Durch die stellvertretende Bewältigung der Protagonisten in einer Geschichte oder in der Lyrik können sich neue Ausdrucksformen und Lösungswege erschließen.

Poesietherapie:

In der Poesietherapie wird mittels dem Schreiben eigener Texte in verschiedensten Formen (lyrisch, episch, dramatisch, fiktiv oder autobiografisch) die eigene Fantasie angeregt.

Über die Fantasie lassen sich die Möglichkeiten der Realität entdecken. Die Fantasie erlaubt uns Dinge ohne äußere Konsequenz auszuprobieren. Das Zulassen der eigenen Fantasien ist eine Erweiterung unseres Bewusstseins und kann ein erster Schritt für Veränderung sein.

In der Gemeinschaft einer Gruppe haben wir Unterstützung, können uns inspirieren lassen und Mut für Neues finden.

Kreatives Schreiben:

Das Kreative Schreiben ist ein wesentlicher Bestandteil der Poesie- und Bibliotherapie. Es wird als Mittel der Selbsterfahrung ebenso genutzt wie zum Lösen von Schreibblockaden.
An sich hat diese Methode keine therapeutischen Inhalte sondern hilft über die Wahrnehmung, mit Schreibanregungen und Schreibspielen, in den Schreibfluss zu finden. Das Kreative Schreiben wird als Unterstützung von professionellen Autoren oder zur Unterstützung beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten genutzt. In Amerika und vielen weiteren Ländern ist dieses Angebot sehr verbreitet und wird an den Universitäten gelehrt.
Hier in Deutschland hat die Poesie- und Bibliotherapie vor allem im Rahmen der Integrativen Therapie und ihrem Begründer, Hilarion Petzold, an Bekanntheit gewonnen. Sie findet hier also bisher eher Beachtung im Bereich der therapeutischen Arbeit.

Davon abgesehen gibt es in Deutschland auch zahlreiche Schreibwerkstätten.

In Schreibwerkstätten wird vorrangig ein Zugang zum Schreiben und zu verschiedenen literarischen Ausdrucksformen gesucht. Das Überarbeiten und Lektorisieren der entstandenen Texte kann hier dazu gehören, geht aber über den poesietherapeutischen Ansatz und das Kreative Schreiben hinaus.

Weblink: http://de.wikipedia.org/wiki/Poesie-_und_Bibliotherapie

Das Progressiv Therapeutische Spiegelbild (PTS):

Das PTS ist ursprünglich als eine kunsttherapeutische Methode zur Behandlung von Menschen mit Psychoseerfahrung entwickelt worden. Ihre Anwendung bietet jedoch jedem Menschen die Möglichkeit über die dialogische Symbolisierung von Themen und den dazugehörigen Progressionsfantasien, tiefer mit den eigenen, oft unbewussten Ressourcen und Wünschen in Kontakt zu kommen.

Neben dem Malen als kreatives und sinnliches Mittel an sich kommt hier der Dialog mit einem Gegenüber auf der Bildebene hinzu. Dies erweitert den Zugang zu Neuem und sonst weniger Zugänglichem wie den Widerständen, den Ideen und Potenzialen. In der Gruppe wird darüber hinaus das Gefühl gefördert, ein wohlwollendes Gegenüber als Spiegel zu haben.



Gestalttherapie:

Die gestalttherapeutische Grundhaltung ist der Dialog auf Augenhöhe, die Würdigung des Gegenübers in seiner Individualität und Ganzheit.

Die Gestalttherapie entwickelte sich zu weiten Teilen aus der Psychoanalyse und aus der Kritik und Abgrenzung zu ihr. Mit dem Rückgriff auf die Gestaltpsychologie und das holistische, phänomenologische sowie existentielle Denken des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff der „Gestalttherapie“ von Fritz Perls geprägt.

Sie integriert Methoden und Konzepte verschiedener therapeutischer Schulen miteinander und bettet sie in ihren philosophischen Grundgedanken ein.
Ausgehend von einem psychodynamischen Denken erstreckt sich die Gestalttherapie über eine ganzheitliche Wahrnehmung bis in das „Hier und Jetzt“ und den verschiedensten Möglichkeiten der Förderung von Wahrnehmung, Ausdruck und Sinnfindung.

Von zentraler Bedeutung ist:

Das Gewahrsein und die Achtsamkeit gegenüber den Bedürfnissen, dem dazugehöreigen Umfeld und dem Dialog darüber. (Die Ich-Du Beziehung nach Martin Buber ist entscheidende Grundlage der Gestalttherapie.)

Störungen in der Entfaltung und im Wohlbefinden und somit Leid werden als Ausdruck des Versuches angesehen „eine Gestalt zu Vervollständigen“, d.h. als Selbsthilfeversuch des Menschen in die eigene Balance zurück zu finden. Somit verdient jede Form des Ausdrucks Respekt und Aufmerksamkeit.

Es gibt zahlreiche Literatur zum Thema u.a. zur Einführung.

Weblink: http://de.wikipedia.org/wiki/Gestalttherapie

Coaching:

Coaching ist ein ungeschützter Begriff, der zurzeit für vieles genutzt wird. Für mich steht der Begriff für die Begleitung von Menschen, die sich mit Orientierung und der Umsetzung von Zielen befassen. Coaching grenzt sich von der Psychotherapie ab, beinhaltet jedoch viele Ansätze zur Klärung und Strukturierung von Problemen und Zielen.